1. August am Hedinger Weiher
Die diesjährige Bundesfeier am Hedinger Weiher stand ganz im Zeichen der Dorfgemeinschaft und des Ehrenamts. Statt auf prominente Redner aus Bern oder Zürich setzte die Gemeinde bewusst auf lokale Stimmen, die den Wert des Vereinslebens in Hedingen sichtbar machten.
Wir durften die Feier musikalisch eröffnen, bevor Nicole Doppler, seit 30 Tagen im Amt als neue Gemeindepräsidentin, die Anwesenden begrüsste. In ihrer Ansprache bezeichnete sie die gemeinnützige Tätigkeit als eigentliches Fundament von Gemeinde, Kanton und Staat und würdigte den Mut früherer Gemeinderäte und Stimmberechtigter, ohne deren Entscheide sich prägende Unternehmen wohl kaum in Hedingen niedergelassen hätten. Auch die vor zehn Jahren realisierte Einheitsgemeinde nannte sie als Beispiel dafür, dass gute Entscheidungen Zeit und Mut brauchen.
Als Hauptredner sprach anschliessend Beat Schmid, selbsternannter „Urhedinger“, langjähriges Mitglied der Schulpflege und der Feuerwehr sowie ehemaliger OK-Präsident des Dorffestes. Er brach eine Lanze für die Freiwilligenarbeit und fand pointierte Worte für die tragende Rolle der Dorfvereine: Kein Spotify könne den Musikverein ersetzen, kein Lieferdienst das Engagement des Turnvereins und kein Callcenter die Sicherheit, welche die Feuerwehr biete.
Musikalisch begleiteten wir die Feier durch das Programm und stimmten zum Abschluss gemeinsam mit dem Publikum die Landeshymne an. Wegen der anhaltenden Trockenheit verzichtete die Gemeinde in diesem Jahr auf das traditionelle Höhenfeuer und auf Feuerwerk. Als stimmungsvoller Ersatz fand ein Lampionumzug rund um den Weiher statt, bei dem aus Sicherheitsgründen LED-Leuchten anstelle von offenen Flammen zum Einsatz kamen.
Wir bedanken uns bei der Gemeinde und dem Turnverein für die Bewirtung und bei allen beteiligten Vereinen für diese gelungene Bundesfeier.